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Notgeschäftsführer/-liquidatoren gesucht 

Durch die bayerischen IHKs werden Personen gesucht, welche im Bedarfsfall dazu bereit sind, die Notgeschäftsführung/-liquidation für Kapitalgesellschaften zu übernehmen. Nach § 15 S. 1 Nr. 9 BOStB handelt es sich u. a. bei der Tätigkeit als gerichtlich bestellter Notgeschäftsführer um eine vereinbare Tätigkeit für Steuerberater, so dass auch diese ein solches Amt übernehmen können. Sofern die fachliche Qualifikation besteht, können sich Steuerberater bei der Steuerberaterkammer zur Aufnahme in eine Liste melden, welche an die IHK Niederbayern als zentrale Stelle weitergeleitet wird. Bei Interesse wird um eine E-Mail an die Kammer gebeten.

22.06.2021

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Fristverlängerung – Bundestag gewährt Steuerberatern mehr Zeit

Der Bundestag hat am Donnerstag, 28. Januar 2021, nach halbstündiger Aussprache den Entwurf von CDU/CSU und SPD zur Änderung des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung (19/25795) in der vom Finanzausschuss geänderten Fassung (19/26245) angenommen.

Mit dem Gesetzesbeschluss wird die Frist zur Abgabe einer Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2019 in den Fällen, in denen ein Steuerberater beauftragt wurde, um ein halbes Jahr verlängert.

Die regulär mit Ablauf des Monats Februar 2021 endende Steuererklärungsfrist nach Paragraf 149 Absatz 3 der Abgabenordnung für den Besteuerungszeitraum 2019 wurde um sechs Monate bis Ende August 2021 verlängert (soweit im Einzelfall nicht eine Anordnung nach Paragraf 149 Absatz 4 der Abgabenordnung ergangen ist).
Um sechs Monate verlängert wurde auch die Karenzzeit von derzeit 15 Monaten, in der keine Verzugszinsen auf die Steuerschuld erhoben werden (Paragraf 233a Absatz 2 Satz 1 der Abgabenordnung).

Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens änderte der Finanzausschuss auch das Covid-19-Insolvenzaussetzungsgesetz. Die Änderung wurde als Artikel 1 in das Gesetz zur Änderung des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung (19/25795) aufgenommen. Damit wird die Insolvenzantragspflicht bis zum 30. April 2021 für Unternehmen ausgesetzt, die staatliche Hilfeleistungen aus den zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie aufgelegten Hilfsprogrammen erwarten können. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass die Anträge im Zeitraum vom 1. November 2020 bis zum 28. Februar 2021 gestellt sind.

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